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Leiter/in Rettungswache

Stefanie Kreß

Sachgebietsleiterin Hochschulausbildung & Personal- und Organisations-entwicklung

Tel. 02473 92720-0
Fax 02473 92720-27
s.kress(at)drk-nordrhein.de

Das Management von einer oder gar mehreren Rettungswachen ist heute mehr denn je eine große Herausforderung. Das gilt insbesondere für die Kommunikation mit den Mitarbeitenden sowie deren Motivation und Bindung an den Arbeitgeber. Anders als Spezialthemen, wie z.B. Medizinprodukterecht oder Qualitätsmanagement, die von Experten aus der Mitarbeiterschaft übernommen werden können, müssen die Führungskräfte im Rettungsdienst über eine Vielzahl von Methoden verfügen, die sie zur erfolgreichen Steuerung einer Rettungswache „aus der Vogelperspektive“ befähigen.

Ziele

Die Teilnehmenden können nach dieser Weiterbildung einen Rettungsdienst entsprechend der gesetzlichen Vorgaben sowie mit modernen Methoden und Techniken leiten und managen. Sie erwerben die notwendigen Grundlagen aus den Bereichen:

  • Konzeption und wissenschaftliches Arbeiten
  • Prozess- und Projektmanagement
  • Arbeitsrecht
  • Mitarbeitermanagement
  • Kommunikation in Theorie und Praxis
  • Change Management

Absolventen dieser Weiterbildung haben darüber hinaus die Möglichkeit, in ein berufsbegleitendes Studium zum Bachelor of Arts (Rescue- and Crisismanagement) einzusteigen. Auf diese Weise können sie sich, bei Erfüllung der Studienvoraussetzungen, auf akademischem Niveau für verwandte Berufsfelder in Wirtschaft und Verwaltung qualifizieren. Erbrachte Leistungen aus der Weiterbildung zum Rettungswachenleiter/zur Rettungswachenleiterin werden bei unserer Partnerhochschule auf das Studium angerechnet. Dementsprechend verkürzen sich die Dauer und die Kosten des Bachelorstudiums.

Zielgruppe

Teilnehmen können alle Interessenten mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung als

  • Rettungsassistent
  • Notfallsanitäter

Jedes Modul kann außerdem als einzelne Weiterbildung gebucht werden. Dementsprechend umfasst die Zielgruppe auch

  • Rettungswachen- und Rettungsdienstleiter, zur Erweiterung und Auffrischung Ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse
  • angehende und bestehende Führungs- und Fachkräfte im Kontext von Gesundheitsfachberufen, -einrichtungen und -verwaltungen.

Weitere Einstiegsqualifikationen prüfen wir gerne auf Anfrage

Dauer und Ort

Alle Module: ca. 12 Monate/450 Stunden, bestehend aus

  • mindestens 210 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten Präsenzseminare
  • 140 Stunden Eigenstudium (Hausarbeit)
  • 100 Stunden Erstellung der Projektstudienarbeit

Pro Modul:

  • 3 Tage / 30 Unterrichtseinheiten Präsenzseminar
  • freiwillig: 20 Unterrichtseinheiten Eigenstudium (Hausarbeit)

Ort:

  • LANO Standort Simmerath

Kosten

  • Pro Modul: 425,00 Euro
  • Rettungswachenleiter ohne Zertifikat: 2.550,00 Euro (6 Module)
  • Rettungswachenleiter mit Zertifikat: 2975,00 Euro (7 Module)
  • Selbstverständlich sind bei uns Literaturverweise, Seminarunterlagen und Prüfungsgebühren im Preis enthalten.

Anmeldung und Termine

Zur Anmeldung werden i.d.R. benötigt:

  • Anmeldeformular, ausreichend bei der Anmeldung für einzelne Weiterbildungsmodule
  • ggf. Tabellarischer Lebenslauf mit Passbild (digital)
  • ggf. Nachweis über den Berufsabschluss in einem Gesundheitsberuf sowie Berufserlaubnisurkunde

Hier finden Sie die aktuellen Termine zu den einzelnen Modulen.

Struktur der Weiterbildung

Die Weiterbildung besteht aus sieben Modulen und kann komplett oder nur in Teilen absolviert werden. Jedes Modul ist eine in sich abgeschlossene Einheit und beinhaltet jeweils eine dreitägige Präsenzphase.

Im Anschluss an jede Präsenzphase folgt eine durch Studienmaterial unterstützte Selbstlernphase, die mit einem Leistungsnachweis (Hausarbeit) abschließt. Zusätzlich wird begleitend zur Weiterbildung von jedem Teilnehmer ein Projekt nach wissenschaftlichen Vorgaben durchgeführt.

Die Weiterbildung zum Rettungswachenleiter/zur Rettungswachenleiterin mit Zertifikat muss grundsätzlich immer mit Modul 1 begonnen werden. Die Reihenfolge aller anderen Module ist danach frei wählbar. Es ist auch möglich nur einzelne Module als Weiterbildung zu belegen

Modul Wissenschaft und Konzeption: Konzepterstellung nach wissenschaftlichen Standards und Gütekriterien, Strukturierung von Arbeits- und Problemlöseprozessen, Selbstorganisation, Bedeutung und Einübung von Literaturrecherche, Zitation und Bibliographie, Grundlagen der Wissenschaftstheorie, Methoden und Phasen eines Forschungsprozesses in Theorie und Praxis, Gliederung wissenschaftlich fundierter Arbeiten und Konzepte, Schlüssiges Argumentieren

Modul Prozess- und Projektmanagement: Prozessanalyse, Prozessbeschreibung und -darstellung, Prozessoptimierung, Einführung in das Projektmanagement, Projektdefinition (Projektphasen, SMARTe Zielplanung, Risikoanalyse, Projektsteuerung, Teamprozesse), Grundlagen des agilen Arbeitswesens, z.B. SCRUM, Laterale Führung in Projekten

Modul Recht: Arbeitsrecht (Arbeitszeit, Arbeitsvertrag, Dienstplan und Dienstverpflichtung, Tarifvertrag, Mitbestimmung, Kündigung), Vergaberecht, Bereichsausnahme, Konzessions- / Submissionsmodell, Haftungsrecht, Datenschutz

Modul Mitarbeitermanagement: Personalbedarfsplanung, Personalauswahl, Onboarding und Willkommenskultur, Personalbindung, Personalmarketing, Personalentwicklung, Alternsmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement (Gesundheits- und Arbeitsschutz)

Modul Kommunikation 1: Mitarbeitergespräche (Anlässe, Planung, Durchführung, Nachbereitung), Moderation von Besprechungen, Krisen- und Konfliktkommunikation, Eskalationsebenen und Hierarchie, Informelle und digitale Kommunikation im Arbeitskontext, Adressatengerechte Kommunikation, Einsatz von Rhetorik

Modul Kommunikation 2 (Praxis): Hier steht die praktische Erprobung der in Seminar K (1) erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse im Mittelpunkt. Der aufeinanderfolgende Besuch beider Seminare wird empfohlen. In jedem Fall muss das Seminar K (1) vor dem Seminar K (2) belegt werden.

Modul Change Management: Grundlagen des Change Managements, Organisationale Rahmenbedingungen, Widerstandebenen, Chancen- und Risikenmanagement, Arten und Phasen der Veränderung, Kommunikation und Methodik, Mitarbeiterrollen, Stress und Stressmanagement, Entscheidungsfindung, Selbst- und Fremdbild, Teamdynamik

Abschlusskolloquium: Das Abschlusskolloquium findet ca. 1,5 Monate nach dem letzten Präsenzmodul statt. Dort präsentiert jeder Teilnehmer sein begleitendes Projekt, welches er in Form einer 20-25-seitigen Projektstudienarbeit dokumentiert hat. Mit Bestehen des Abschlusskolloquiums wird der Zertifikatslehrgang zum Rettungswachenleiter erfolgreich abgeschlossen.

Qualifikationen

Der erfolgreiche Abschluss der Module 2 – 7 qualifiziert Teilnehmer mit dem Beruf Rettungsassistent oder Notfallsanitäter zum/r Rettungswachenleiter/in (ohne Zertifikat).

Der erfolgreiche Abschluss der Module 1 – 7, einschließlich Hausarbeiten und Projektabschlussarbeit, qualifiziert Teilnehmer mit dem Beruf Rettungsassisten/in oder Notfallsanitäter/in zum Rettungswachenleiter bzw. zur Rettungswachenleiterin (mit Zertifikat).

Bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen kann die Weiterbildung als Einstieg in ein Studium zum Bachelor of Arts (Rescue- and Crisismanagement) genutzt werden. Bei Studienaufnahme werden die erbrachten Leistungen aus der Weiterbildung zum/r Rettungswachenleiter/in von unserer Partnerhochschule anerkannt. Dementsprechend verkürzen sich die Dauer und die Kosten des Bachelorstudiums.