LANO_Titelbild_BA_in_Rescue-and_Crisismanagement_904x232.jpg

Sie befinden sich hier:

  1. Bachelorstudiengänge
  2. Bachelor of Arts in Rescue- and Crisismanagement

Bachelor of Arts: Social Management - Rescue and Crisismanagement

Stefanie Kreß

Sachgebietsleiterin Hochschulausbildung & Personal- und Organisations-entwicklung

Tel. 02473 92720-0
Fax 02473 92720-27
s.kress(at)drk-nordrhein.de

Das berufsbegleitende Studium zum Bachelor of Arts in Rescue- and Crisismanagement richtet sich vor allem an Personen, die bereits hauptberuflich oder ehrenamtlich im Bereich Notfall- und Krisenmanagement, Katastrophenschutz oder angrenzenden Berufs- und Arbeitsfeldern (z.B. in Gesundheitsfachberufen) tätig sind und nun ein Studium neben der eigenen Berufstätigkeit anstreben.

Im Idealfall haben Sie schon im Hochschulzertifikatslehrgang Notfall- und Krisenmanagement in unser akademisches Lehrangebot hineingeschnuppert und erste Erfahrungen darin gesammelt, was es bedeutet wissenschaftlich zu arbeiten.

Im Studium erlangen Sie dann weiterführende Kompetenzen, z.B. im Bereich Katastrophenforschung sowie in vielen verwandten Themenschwerpunkten, darunter Katastrophenkommunikation, dem Schutz von kritischen Infrastrukturen u.v.m. Auch Grundlagenfächer, beispielsweise Wirtschaftswissenschaften, Personalmanagement oder Recht, sind Teil des Studiums.

Ziele und Perspektiven

Der Studiengang bereitet auf Tätigkeiten in verschiedenen notfallbezogenen Aufgabenfeldern vor. Studierende werden für die Planung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen zur primären und sekundären Prävention, für die Übernahme von Führungs- und Leitungsaufgaben im Rettungsdienstmanagement, aber auch im Krisenmanagement bei Behörden, Unternehmen und sonstigen Verwaltungseinrichtungen ausgebildet.

Berufliche Perspektiven bieten insbesondere das Notfall- und Krisenmanagement in größeren Betrieben und Organisationen sowie die konzeptionelle und koordinierende Arbeit in der kommunalen oder regionalen Gefahrenabwehr. Bei pädagogischer Eignung ist auch eine Dozententätigkeit an einschlägigen Bildungseinrichtungen möglich.

Zugangsvoraussetzungen

• Abitur / Fachhochschulreife oder

• Mittlere Reife und eine abgeschlossene Ausbildung mit drei Jahren Berufspraxis

• Jeder Bewerber durchläuft eine Eignungsprüfung. Diese besteht aus einem Testverfahren und Einzelgesprächen mit einem verantwortlichen Hochschullehrer, der die Eignung für das Studium ermittelt.

• Jeder Studienbewerber muss sich in hohem Maße selbst organisieren können und über grundlegende Englisch- und EDV-Kenntnisse sowie einen eigenen PC verfügen.

Dauer und Kosten

Das berufsbegleitende Studium ist auf die Dauer von 36 Monaten ausgelegt. Dabei ist die tatsächliche Dauer stark von der individuellen Geschwindigkeit jedes Studierenden abhängig.

Alle Grundlagenmodule werden i.d.R. als viertägige Präsenzseminare am Steinbeis Institut in Essen durchgeführt, alle Vertiefungsmodule als dreitägige Präsenzseminare am LANO-Standort Simmerath. Auch die Selbstlern- und Transferzeiten zu Hause nehmen einen großen Teil des Studiums ein.

Die Studiengebühr beträgt aktuell 12.500 Euro. Darin sind sowohl die Kosten für das Grund- als auch das Vertiefungsstudium enthalten. Eine Ratenzahlung ist möglich. Unter dem folgenden Link gibt es Informationen zu Fördermöglichkeiten und Stipendien.

Marion Heinen

Seminarverwaltung

Tel.: 0211-3104-111

Fax: 02473-92720-27

Anmeldung und Termine

Zur Anmeldung werden benötigt:

  • tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • Schulabschlusszeugnis
  • ggf. Berufsabschlusszeugnis und Berufserlaubnisurkunde
  • ggf. Nachweis bisheriger beruflicher Praxis

Falls Sie zunächst an der Vertiefung zum Dozent im Gesundheitswesen teilnehmen möchten, so nutzen Sie gerne das Anmeldeformular. Bereits vor Studienantritt besuchte Module sowie gezahlte Gebühren werden Ihnen im Fall einer Immatrikulation angerechnet. Hier finden Sie die aktuellen Termine.

Hier finden Sie außerdem die Termine für den nächsten Semesterbeginn, zu dem Sie sich bei unserer Partnerhochschule einschreiben können. Bitte bedenken Sie, dass eine Immatrikulation erst nach Bestehen der Eignungsprüfung möglich ist und melden Sie sich frühzeitig bei uns.

Ablauf und Abschluss

Das Studium unterteilt sich in Veranstaltungen aus dem Grundlagen- sowie dem Vertiefungsbereich.

Das Grundlagenstudium umfasst die folgenden Module und findet am Steinbeis Institut in Essen statt. Jedes Modul dauert i.d.R. vier Tage und wird mit einer Transferhausarbeit sowie einer Klausur abgeschlossen. Jedes Modul wird mehrfach im Jahr angeboten:

  • Sozialwissenschaft: Kommunikation, Ethik, Grundlagen der Soziologie, Pädagogik und Psychologie
  • Wissenschaft und Methoden: Wissenschaftliches Arbeiten, Grundlagen der Sozialforschung, Selbstmanagement, Qualitative und quantitative Forschung, Forschungsethik
  • Projektmanagement: Grundlagen des Projektmanagements, Projektorganisation/-planung, Moderations- und Präsentationstechniken, Projektstudienarbeit
  • Case Management: Bedeutung und Aufgabe, Vernetzte Strukturen, Systemmanagement, Fallbezogene Beratung
  • Wirtschaftswissenschaften: Grundlagen der Unternehmensführung, Strategische Analyse, Planung und Führung, Ziel- und Steuerungssysteme
  • Marketing: Marketingforschung, Marketingstrategien, Marketinginstrumente, Organisatorische Steuerung und Umsetzung des Marketings
  • Personalwirtschaft: Personalplanung und -verwaltung, Personalführung, Personalentwicklung, Konfliktlösungsmanagement
  • Finanzmanagement: Finanzwirtschaft der Unternehmung, Investitionsrechnung, Finanzanalyse und Finanzplanung
  • Recht: BGB und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht

Das Vertiefungsstudium Rescue- and Crisismangement findet am LANO Standort Simmerath statt und umfasst unter anderem die folgenden i.d.R. dreitägigen Module. Mindestens elf Module müssen während des Studiums belegt werden, um das Vertiefungsstudium abzuschließen:

  • Katastrophenforschung: Grundbegriffe, Methoden, Verfahren und gegenwärtige Fragen der Katastrophenforschung, Fallbeispiele und Phasen im Forschungsprozess, Menschliches und organisationales Verhalten, Prävention, Gefahrenanalyse
  • Katastrophenkommunikation: Internationale Krisenkommunikationsforschung, Entwurf adressatengerechter Kommunikationsstrategien, Evaluation von Kommunikationsformen bei Belastung
  • Social Media und neue Technologien im Bevölkerungsschutz: Internationale Forschung zu digitaler Kommunikation und neuen Technologien im Bevölkerungsschutz sowie bedarfsgerechte Adaption, Chancen und Risiken
  • Katastrophenplanung: Grundlagen und Verfahren zur Erstellung von Gefahrenabwehrplanungen der administrativen und betrieblichen Gefahrenabwehr, Risikalität und Vulnerabilität
  • Katastrophenmanagement: Struktur, Aufbau und (in-)formelle Organisation des Katastrophenschutzes in Deutschland sowie Vorhaltung, Vorbereitung und Mobilisierung seiner Ressourcen
  • Rechtsgrundlagen des Notfall- und Krisenmanagements: Kommunale, nationale und europäische Zuständigkeiten, Rechtsquellen des Notfall- und Krisenmanagements und deren Auslegung anhand von Rechtsbeispielen
  • Stabsarbeit: Methoden der Stabsarbeit sowie Analyse und Evaluation beeinflussender Faktoren, darunter Kommunikation, Ethik sowie Gruppen- und Konfliktverhalten
  • Betriebliches Kontinuitätsmanagement (in Kooperation mit der Deutschen Telekom AG): Risiko- und Sicherheitsmanagement-Systeme, Betriebliche Risiken, Business Continuity Management-Systeme, Emergency- and Crisismanagement-Systeme, Umgang mit Störungen, Notfällen, Krisen und Katastrophen, Krisenstabsübung
  • Notfall- und Krisenpsychologie: Krisenwahrnehmung, Kommunikationspsychologie, Stressforschung und -management, Krisenintervention, Nachsorge, Salutogenese und Resilienz, Interkulturelle Aspekte, Betreuungs- und Interventionstechniken
  • Internationale Zusammenarbeit: Begriffs- und Strukturgrundlagen, Lokale Akteure, Koordination und Assessment, Sicherheit, Katastrophenvorsorge, Spezifika im Gesundheitsbereich, Klimawandel, Trends und Dilemmata
  • Migrationsforschung und Flüchtlingsmanagement: Entwicklung der Migrationsforschung, Kulturelle Diversität und Herausforderungen bei der Mitwirkung von Akteuren auf/mit versch. Rechtsgrundlagen und Interessen
  • Entscheidungsfindung: Entscheidungsarten, Falsche Entscheidungen und Entscheidungen unter Stress, Heuristiken, Gruppendenken und dessen Einfluss auf Entscheidungen, Techniken zur Absicherung von Entscheidungen, Entscheidungsmodelle, Risikowahrnehmung